Kindergarten St. Josef und St. Anna Lauf

 
Katholischer Kindergarten St. Josef
Schulstraße 7a
77886 Lauf
  07841 22909
 
 
Katholische Kinderkrippe St. Anna 
Schulstraße 11
77886 Lauf
 
 

Einrichtungsleitung:

Gesamtleitung: 
Stefanie Jogerst
 
Stellv. Leitung: 
Stephanie Graf 
 
Verwaltung: 
Julia Schmälzle 
 

Förderverein:

Der neu gegründete Förderverein Kifaz Lauf e.V. unterstützt die pädagogische Arbeit der Kinderkrippe St. Anna, Kindergarten St. Josef und Naturgruppe Lauf ideell und finanziell. Ziel des Vereins ist es, dort zu helfen, wo öffentliche Mittel nicht ausreichen – zugunsten unserer Kinder.  
Die Gründungsversammlung fand am 13.11.2024 statt. Seitdem setzen wir uns engagiert für die Bedürfnisse der Einrichtung, der Kinder und ihrer Familien ein.
 
  • Janine Finke – 1. Vorsitzende
  • Christine Cengiz – 2. Vorsitzende
  • Andreas Köhler – Kassenwart
  • Karin Doninger – Schriftführerin
  • Vanessa Brunold – Beisitzerin
  • Jasmin Nobereit – Beisitzerin
  • Sarah Lack – Beisitzerin
  • Natalie Fahrner – Beisitzerin
  • Stefanie Jogerst
  • Stephanie Graf 
  

Öffnungszeiten für Kinder über 3 Jahren (St. Josef)

Regelbetreuung ab 3 Jahren (RB):
Montag - Freitag          7.30 Uhr- 12.30 Uhr
                                               13.30 Uhr- 15.30 Uhr
Ganztagesbetreuung:
Montag- Freitag          7.30 Uhr - 15.30 Uhr

Verlängerte Öffnungszeiten: 
Montag-Freitag           7.30 Uhr - 13.30 Uhr 
Öffnungszeiten für Kinder über 3 Jahren (Naturgruppe)
Montag-Freitag           7.30 Uhr - 13.30 Uhr 
Öffnungszeiten für Kinder unter 3 Jahren (St. Anna)

Halbtagesbetreuung unter 3 Jahren:
Montag - Freitag         7.30 Uhr - 12.30 Uhr
 
Ganztagesbetreuung:
Montag- Freitag       7.30 Uhr - 15.30 Uhr
 
 
  

Auf der Homepage der Gemeinde Lauf können Sie ihr Kind anmelden:
  

Wir sind ein Teil der katholischen Kirchengemeinde Acher-Renchtal. Dies wird im Umgang miteinander und im Alltag sichtbar und erlebbar.

Der pastorale Auftrag in unserer Einrichtung ist…

  • ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft sein (Kainonia)
  • Bildung, Betreuung und Erziehung als familienergänzende Hilfe zu verstehen (Diakonie)
  • den Kindern und deren Familien den christlichen Glauben zu eröffnen (Martyria)
  • ein Ort für christliche Feste und Feiern zu sein (Leiturgia)

Wo wird der pastorale Auftrag sichtbar?

Unser Kindergarten schafft unterschiedliche Begegnungsmöglichkeiten für die Familien: z.B. Elternabende, Elternecke, Bastelabende, Feste, Familiengottesdienste (in Kooperation mit Krippe St.Anna, der Grundschule, der Pfarrgemeinde…), christliche Feste im Jahreskreis…
Vielfältige religiöse Erfahrungen im Alltag finden in unserer Einrichtung alters- und entwicklungsentsprechend statt. Hierbei steht das Kind mit seinen persönlichen Erfahrungen und Möglichkeiten im Vordergrund.
Aus christlicher Überzeugung heißen wir jeden Menschen mit seinen eigenen Einstellungen, mit seinen Fragen, Sicherheiten und Unsicherheiten willkommen. Dies gilt insbesondere auch für die unterschiedlichen Haltungen in religiösen Fragen. Religionssensibel zu sein, bedeutet für uns: Jedem Menschen wohlwollend zu begegnen und nicht zum Ziel zu haben, ihn überzeugen zu wollen.
Die Vermittlung des christlichen Glaubens zeigt sich vor allem in unserer Haltung mit der wir den Kindern begegnen: Jedes Kind wird in seiner Individualität und Lebensgeschichte herzlich aufgenommen. In der Gemeinschaft werden Mitgefühl und Werte gelebt.
Religion ist Bestandteil der Lebenswelt von Kindern. Wir leben Religion einerseits im täglichen Umgang, andererseits bieten wir verschiedenste Möglichkeiten, um mit Kindern und Eltern zu religiösen Themen ins Gespräch zu kommen. Natürlich sind die Angebote dem Alter entsprechend angepasst.

Rituale begleiten uns durch den Alltag…

… Rituale geben Sicherheit, schaffen Vertrauen und bieten Orientierung. Jedes Kind wird wahrgenommen und begrüßt. Auch Gebete und religiöse Lieder sind fester Bestandteil unseres Alltags.
Wir sind vom Mehrwert der religiösen Erziehung für ein gelungenes und glückliches Leben überzeugt. Unser Beitrag bei der Hinführung der Kinder zur christlichen Glaubenswelt ist kein zusätzliches, sondern ein alles durchdringendes Element unserer Arbeit. Wir pädagogischen Fachkräfte verstehen uns dabei als Glaubensvorbilder, die sich gemeinsam suchend und fragend mit den Kindern nach Gott ausstrecken.

Das bedeutet für unsere Arbeit:

  • Wir setzen uns aktiv mit unserem eigenen Glauben und unserer Glaubensbiografie auseinander.
  • Wir bezeugen die Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes, indem wir jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen annehmen und wertschätzen.
  • Wir pflegen die katholischen Bräuche im Kirchenjahr und feiern Gottesdienste.
  • Wir vermitteln unseren Kindern biblische Geschichten und Heiligenlegenden.
  • Wir beten mit unseren Kindern und bringen dabei unseren Alltag und unser persönliches Leben mit Gott ins Gespräch.
  

Die Kinderkrippe St. Anna begleitet Kinder im Alter von einem bis drei Jahren in einer geschützten, liebevollen und anregenden Umgebung. Als Einrichtung der katholischen Kirchengemeinde Acher-Renchtal. verstehen wir uns als familienergänzende Bildungs- und Betreuungseinrichtung. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Wohl des Kindes. Wir möchten Kindern einen sicheren Rahmen bieten, in dem sie sich angenommen fühlen und sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln können.
Die Kinderkrippe befindet sich in Lauf in einem ruhigen Wohngebiet. Die Lage ermöglicht ein sicheres Ankommen und bietet gleichzeitig Raum für erste Erfahrungen außerhalb der Familie. Verkehrsberuhigte Bereiche und eine überschaubare Umgebung tragen dazu bei, dass sich Kinder und Eltern gleichermaßen wohlfühlen.

Öffnungszeiten und Betreuung

Die Kinderkrippe ist von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet. Familien können zwischen einer Halbtagesbetreuung von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr und einer Ganztagesbetreuung von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr wählen. Die Elternbeiträge orientieren sich an den landesweiten Vorgaben des Landes Baden-Württemberg. Zusätzlich fallen Kosten für Frühstück und Mittagessen an. Aktuelle Informationen erhalten Eltern über die Leitung oder auf der Homepage.

Team und Betreuung

In der Kinderkrippe werden bis zu vierzig Kinder betreut. Das pädagogische Team besteht aus qualifizierten Fachkräften in Voll- und Teilzeit. Unterstützt wird das Team durch eine Hauswirtschaftskraft, die bei der Zubereitung des Mittagessens hilft. Zudem begleitet die Kinderkrippe Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten und leistet damit einen Beitrag zur Ausbildung pädagogischer Fachkräfte.

Räume und Umgebung

Die Räume der Kinderkrippe sind kindgerecht gestaltet und orientieren sich an den Bedürfnissen der jüngsten Kinder. Gruppenräume, Schlafräume und Sanitärbereiche bieten Sicherheit, Orientierung und Rückzugsmöglichkeiten. Ein Bistro lädt zu gemeinsamen Mahlzeiten ein. Der Außenbereich ermöglicht vielfältige Bewegungs- und Spielerfahrungen und ergänzt den pädagogischen Alltag im Haus.

Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit ist von einer offenen und wertschätzenden Haltung geprägt. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Kinder. Das Freispiel hat einen hohen Stellenwert und bietet den Kindern Raum für eigene Ideen, Entdeckungen und soziale Erfahrungen. Die pädagogischen Angebote greifen die Interessen der Kinder auf und orientieren sich an ihrem Entwicklungsstand sowie an den Jahreszeiten.
Ein verlässlicher Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung. Wiederkehrende Rituale wie das Ankommen am Morgen, gemeinsame Essenszeiten, Pflegesituationen und Ruhephasen strukturieren den Tag. Gleichzeitig achten wir darauf, flexibel auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und jedem Kind die Zeit zu geben, die es benötigt.

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung in der Kinderkrippe gestalten wir behutsam und individuell. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern begleiten wir das Kind Schritt für Schritt beim Ankommen in der neuen Umgebung. Ziel ist es, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind, Eltern und pädagogischen Fachkräften aufzubauen, die dem Kind Sicherheit gibt und eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung schafft.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Ein regelmäßiger Austausch, Gespräche und gemeinsame Begegnungen tragen dazu bei, das Kind bestmöglich zu begleiten. Wir verstehen Eltern als wichtigste Bezugspersonen ihrer Kinder und als Partner in unserer pädagogischen Arbeit.
  

Naturgruppe | 3–6 Jahre

Bestandteil der Gesamtkonzeption des Kindergarten St. Josef
Die Naturgruppe liegt am Fuße des Hornenbergs am Ortsrand von Lauf. Direkt am Laufbach, umgeben von Wiesen und Bäumen, bietet der Platz einen ruhigen Rahmen für einen Kindergartenalltag im Freien. Gegenüber befinden sich die Stallungen des Ziegenvereins.

Rahmenbedingungen und Ausstattung

Herzstück der Naturgruppe ist ein Zirkuswagen als wettergeschützter Rückzugsort. Er bietet alles, was es für den Alltag braucht: Essbereich, Toilette, eine zweite Ebene zum Zurückziehen und Lesen, eine kleine Küchenzeile sowie Spiel und Bastelmaterial. Garderoben und Stauraum für Wechselkleidung sind ebenfalls vorhanden.
Unterlagen, die dem Datenschutz unterliegen, werden sicher in abschließbaren Schränken aufbewahrt.
Werken ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Dafür nutzen wir einen Bauwagen als Werkstatt. In den Wintermonaten bietet eine kirgisische Jurte einen warmen, trockenen Ort für Morgenkreise und Angebote.
Der Morgenkreis findet auf einem eigens angelegten runden Platz mit Holzsitzhockern statt. Auf dem Gelände gibt es außerdem einen Gemüsegarten, Sandkasten, Feuerstelle, Balanciermöglichkeiten, Hängematte, Weidenhaus und mehrere Erdhügel zum Graben und Spielen. Große Bäume spenden Schatten und sind zugleich ein beliebter Spielort. Weitere Bäume wurden im Winter 2023 gepflanzt.
Tische zum gemeinsamen Essen und Arbeiten stehen vor dem Zirkuswagen und an verschiedenen Stellen auf dem Platz. Eine Außentoilette (Trobolo) befindet sich neben der Jurte. Für organisatorische Aufgaben steht dem Team im Wagen ein klappbarer Arbeitstisch zur Verfügung. 

Teamarbeit

Das Team der Naturgruppe steht in regelmäßigem Austausch mit der Leitung der Kindertagesstätte. Als Teil des katholischen Kindergarten St. Josef nehmen wir an Besprechungen, Fortbildungen und gemeinsamen Veranstaltungen teil. Das stärkt den kollegialen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Naturgruppe und Stammhaus.
Abläufe, Tagesstruktur und pädagogische Arbeit werden regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt.

Aufsichtspflicht und Sicherheit

Natur bietet Kindern einen großen Erfahrungsraum. Gleichzeitig entstehen Situationen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Deshalb ist es uns wichtig, Aufsichtspflicht und Verantwortung im Alltag klar und konsequent umzusetzen. Das Team verfügt über entsprechendes Fachwissen und bildet sich in den Bereichen Natur, Wald und Umweltpädagogik kontinuierlich fort.
Die Aufsichtspflicht beginnt mit der Übergabe des Kindes an das pädagogische Fachpersonal und endet mit der Übergabe an die Sorgeberechtigten oder abholberechtigten Personen. Wenn die Gruppe unterwegs ist, führen wir eine Erste Hilfe Tasche und ein Mobiltelefon mit. Regelmäßige Erste Hilfe Kurse bereiten das Team auf Notfälle vor.
Alle Plätze, an denen sich die Naturgruppe aufhält, werden beim Ankommen durch eine Sichtkontrolle geprüft. Festgestellte Schäden oder Risiken werden weitergegeben. Kann eine Gefahr nicht zeitnah behoben werden, werden einzelne Bereiche oder Plätze vorübergehend nicht genutzt. Das regelmäßige Zählen der Kinder am Platz und unterwegs ist fester Bestandteil unserer Abläufe.
Bei Unwetterwarnungen entscheidet das Team gemeinsam mit der Leitung über den Aufenthaltsort. Bei Bedarf weichen wir in den Kindergarten St. Josef aus. In akuten Situationen ist auch ein Ausweichen in den Ziegenstall möglich. Bei großer Hitze nutzen wir bevorzugt Bereiche am Bach, da es dort oft angenehm kühl ist. Eine umfassende Gefahrenanalyse für den Platz liegt vor und wird regelmäßig aktualisiert.

Ziele der Naturgruppe

Unsere Schwerpunkte liegen im naturpädagogischen Bereich. Die Kinder sollen Natur regelmäßig erleben, sich ausgedehnt bewegen und ihre Umgebung fantasievoll erkunden. Sinneserfahrungen, vielfältige Reize und motorische Herausforderungen gehören dabei genauso dazu wie Ruhe, Beobachtung und gemeinsames Staunen.
Eigene Naturbegegnungen sind für uns eine wichtige Grundlage für den  Umweltschutz. Die Kinder schützen, was sie kennen und lieben. In der Naturgruppe können wir den Lebens und Erlebnisraum Natur intensiv gestalten und erfahrbar machen. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Kinder. Jedes Kind wird als Individuum gesehen und angenommen.
Materialien zum Spielen entstehen häufig direkt aus der Umgebung, zum Beispiel Äste, Steine, Kastanien oder Zapfen. Die Kinder spielen mit Gras, Erde und Wasser und nutzen viele Elemente, die Natur ihnen bietet. Sie sind neugierig, entdecken, beobachten und finden selbstständig Wege, ins Spiel zu kommen. Dieses Lernen wird durch abwechslungsreiche Bildungsangebote ergänzt, die alle Bildungs und Entwicklungsbereiche berücksichtigen.

Feste Bestandteile unserer Bildungsarbeit

  • Regelmäßige Kochtage mit gemeinsamen Mahlzeiten am Feuer oder an der Herdplatte
  • Gemüsegarten pflegen, im Frühjahr anpflanzen und die Ernte zum Kochen oder direkt zum Essen nutzen
  • Freitags Besuch bei den Ziegenfreunden im Winterstall, im Frühjahr und Sommer Besuche auf den Weiden
  • Ausflüge in Wald und Wiesen, Hütten bauen, Tiere beobachten, klettern, Feuerholz sammeln
  • Im Sommer Zeit am Bach oder am Tretbecken, Abkühlung genießen und Wasserwelt erforschen
  • Kooperationen im Ort, zum Beispiel Eier holen, Hühner füttern, Osteraktionen, Gartenunterstützung
  • Naturtage in Kooperation mit dem Kindergarten St. Josef, freiwillig für alle Kinder
  • Vorschulkinder besuchen die Kooperation in der Schule und verbringen den Rest des Tages im Stammhaus
Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.
Astrid Lindgren

Tagesstruktur und Tagesablauf

Unser Alltag ist in eine verlässliche Tagesstruktur eingebettet.
  • Start um 7:30 Uhr
  • Morgenkreis um 8:30 Uhr
  • Offenes Frühstück von 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr
  • Freies Spiel, Aktivitäten und Bildungsangebote bis zum Mittagsvesper um 12:00 Uhr
  • Abschluss und Abholzeit von 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr, je nach Tag auch unterwegs
Wochenstruktur und Tagesablauf richten sich nach Wetter, Jahreszeiten und aktuellen Unternehmungen. Angebote entwickeln wir gemeinsam mit den Kindern. Sie orientieren sich an ihren Bedürfnissen, Interessen und Lebensthemen. Wichtig ist, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen.
Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur schlechte Kleidung.
  

Wir sind ein KiFaZ

Wir sind seit 2022 Teil des KiFaZ-Netzwerks. Als Kinder- und Familienzentrum nehmen wir neben den Kindern auch ihre Familien in den Blick und öffnen uns durch Kooperationen in den Sozialraum der Gemeinde Lauf. Unser Ziel ist es, Kinder und ihre Familien gemeinsam durch Angebote der Begegnung, Beratung, Bildung und Begleitung zu stärken.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
KiFaZ – Kitas werden Kinder- und Familienzentren Baden-Württemberg

Was ist ein KiFaZ?

KiFaZ ist die Abkürzung für Kinder- und Familienzentrum. Als Kinder- und Familienzentrum möchten wir Kinder – mit Blick auf ihr Wohl – in ihrer Entwicklung unterstützen. Dafür stehen wir frühzeitig und im stetigen Austausch mit den Familien unserer Kinder und nehmen auch deren Bedarfe in den Blick.
Wir organisieren beispielsweise Elterncafés oder Familienaktionen. In diesem Austausch erfahren wir, welche Fragen die Familien zur Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder haben.
Gemeinsam mit unseren regionalen Partnern, wie zum Beispiel Beratungsstellen und Vereinen, entwickeln wir passende Angebote und Aktionen oder machen auf bestehende Unterstützungsangebote aufmerksam.

Ziele eines KiFaZ

Das grundlegende Ziel eines KiFaZ ist es, die Entwicklung der Kinder wertschätzend zu begleiten und zu fördern. Der positive Blick stärkt Kinder darin, ihre Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Ein KiFaZ soll ein Ort sein, an dem sich alle willkommen fühlen. Familien lernen sich kennen, tauschen sich aus und entwickeln gemeinsam Ideen für Aktionen und Angebote, die eine Unterstützung und ein Gewinn für viele Familien darstellen.
Die Bedarfe der Eltern werden im KiFaZ bewusst wahrgenommen. Darauf aufbauend entwickeln wir Angebote, die Familien stärken und entlasten.

Vorteile für Kinder und Familien

In einem KiFaZ stehen die Kinder und ihre Familien im Mittelpunkt. Kinder können spielerisch lernen, Freundschaften aufbauen und ihre Fähigkeiten entfalten.
Auch die Familien profitieren: Sie erhalten Zugang zu professioneller Unterstützung und Beratung sowie die Möglichkeit, mit anderen Familien in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.
Vielfältige, an den Bedarfen der Kinder und Familien orientierte Angebote wie Kurse, Workshops und Freizeitaktivitäten fördern die Entwicklung der Kinder und eröffnen Familien Bildungs- und Entlastungschancen.
Kinder- und Familienzentren tragen so dazu bei, eine starke Gemeinschaft zu schaffen, in der sich Familien zugehörig fühlen und wertgeschätzt werden.

Vorteile durch die Teilnahme am Programm „KiFaZ – Kitas werden Kinder- und Familienzentren“

Als KiFaZ erhalten wir Fördergelder vom Land sowie Unterstützungsangebote der DKJS, die uns in der Weiterentwicklung zum Kinder- und Familienzentrum begleiten.
Die angebotenen Fortbildungen und Beratungen stärken uns als Team und vertiefen unsere Beziehung zu den Kindern und ihren Familien. Der Austausch mit Partnern aus unserer Gemeinde sowie mit anderen KiFaZen erweitert unsere Kenntnisse und gibt uns zusätzliche Handlungssicherheit.
  

Eingewöhnung und Übergänge im Kindergarten

Übergänge gehören zum Leben. Angefangen mit der Geburt bleibt dem Säugling auf dem Weg in die neue Welt nur die Möglichkeit, sich ganz und gar auf die ihn umgebenden Erwachsenen zu verlassen.
Der Kindergarteneintritt stellt für die Eltern und das Kind eine große Herausforderung und neue Erfahrungen dar. Jedes Kind hat andere Bedürfnisse, bringt andere Erfahrungen mit. Es ist uns wichtig, an die Erfahrungswelt des Kindes anzuknüpfen und es entsprechend zu begleiten. Deshalb gestalten wir die Eingewöhnungsphase in den Kindergarten bei jedem Kind individuell und in enger Absprache mit den Eltern.

Unser Eingewöhnungskonzept

Unser Eingewöhnungskonzept sieht vor, dass die Bezugsperson in der ersten Woche in besonderem Maße für das Kind da ist. Nur so kann eine tragfähige und vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden.
Vor Beginn der Eingewöhnungszeit findet ein erstes Gespräch der zuständigen pädagogischen Fachkraft (Bezugserzieher:in) mit den Eltern/Sorgeberechtigten statt. In diesem Gespräch werden alle wichtigen Themen, die das Kind betreffen, vorab gemeinsam besprochen. Die Eltern erhalten dazu vorab einen Fragebogen. Ebenso wird der Ablauf der Eingewöhnung erklärt und Fragen werden beantwortet.
Grundsätzlich orientieren wir uns bei der Eingewöhnung der Kinder am „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Dieses gliedert sich in drei Phasen:

Die Kontaktphase

An den ersten drei Tagen ist die Bezugsperson zusammen mit dem Kind in der Einrichtung. Es können individuelle Regelungen zur Verweildauer getroffen werden, in der Regel etwa eine Stunde. Auch der Zeitpunkt im Tagesablauf wird flexibel vereinbart. Das Kind soll sich in dieser Zeit mit der neuen Umgebung vertraut machen.
Die pädagogische Fachkraft reagiert auf die Kontaktaufnahme und geht auf die Bedürfnisse des Kindes ein. Die Bezugsperson ist eine sichere Basis für das Kind.

Die Trennungsphase

Diese Phase kann 2–3 Wochen dauern.
Ab dem 4. Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Die Bezugsperson verabschiedet sich und verlässt den Raum für 10–15 Minuten, bleibt jedoch in der Einrichtung erreichbar.
Die Reaktion des Kindes entscheidet über den weiteren Verlauf:
  • Wirkt das Kind verstört oder weint untröstlich, wird die Bezugsperson zurückgeholt.
  • Lässt es sich beruhigen, wird die Trennung fortgesetzt.
Ab dem 5. Tag kann die Trennungszeit schrittweise verlängert werden.

Die Stabilisierungsphase

Diese Phase kann 4–6 Wochen, im Einzelfall bis zu 6 Monaten dauern.
Das Kind gewöhnt sich zunehmend ein, lernt die Fachkräfte, Kinder, Räume und Abläufe kennen. Es entwickelt Vertrauen und baut Beziehungen auf.
Es nimmt am Morgenkreis teil, knüpft soziale Kontakte und erlebt sich als Teil der Gemeinschaft. Beobachtungen zur Entwicklung werden dokumentiert und im Team reflektiert.
Die Entwicklung wird in einem Portfolio-Ordner festgehalten, der das Kind während der gesamten Kindergartenzeit begleitet.

Übergang von der Kinderkrippe in den Kindergarten

Organisatorisches

  • Daten und Unterlagen werden von der Kinderkrippe übernommen.
  • Der Wechsel erfolgt in der Regel zum 3. Geburtstag.
  • Die Eltern erhalten alle Informationen schriftlich.
  • Es findet ein Abschlussgespräch in der Krippe statt.
  • Das Kind erhält Portfolio-Ordner und „Ich-Buch“.
Die zukünftige Bezugserzieher:in besucht das Kind in der Krippe und lädt es zu einem ersten Kennenlernen in den Kindergarten ein.

Eingewöhnung nach der Krippenzeit

Die Eingewöhnung verläuft häufig leichter, da das Kind bereits Erfahrungen mit Trennung und Gruppen gesammelt hat.
Trotzdem orientieren wir uns weiterhin am Eingewöhnungskonzept. Der erste Trennungsversuch erfolgt frühestens am 4. Tag. Der weitere Verlauf richtet sich individuell nach dem Kind.

Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Im letzten Kindergartenjahr arbeiten wir eng mit der Grundschule Lauf zusammen.
Ein gemeinsamer Elternabend informiert über Schulfähigkeit, Anmeldung, Tagesablauf und Kooperation. Ein Rundgang durch die Schule ist ebenfalls Teil davon.
Ab Herbst treffen sich die Kinder regelmäßig mit der Lehrkraft zur Vorbereitung. Ab Januar lernen sie die Schule intensiver kennen, z. B. durch:
  • Schulhausrallye
  • Teilnahme am Unterricht
  • Teilnahme an der Pause
Wir nehmen die Gefühle der Kinder ernst und gestalten den Übergang möglichst sanft.
Gemeinsame Aktivitäten wie Schulranzenfest, Basteln der Schultüten sowie ein Abschiedsfest und Ausflug runden die Kindergartenzeit ab.
  

Religionspädagogisches Konzept

Wir sind ein Teil der katholischen Kirchengemeinde Acher-Renchtal. Dies wird im Umgang miteinander und im Alltag sichtbar und erlebbar.

Der pastorale Auftrag in unserer Einrichtung ist…

  • ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft sein (Kainonia)
  • Bildung, Betreuung und Erziehung als familienergänzende Hilfe zu verstehen (Diakonie)
  • den Kindern und deren Familien den christlichen Glauben zu eröffnen (Martyria)
  • ein Ort für christliche Feste und Feiern zu sein (Leiturgia)

Wo wird der pastorale Auftrag sichtbar?

Unser Kindergarten schafft unterschiedliche Begegnungsmöglichkeiten für die Familien: z.B. Elternabende, Elternecke, Bastelabende, Feste, Familiengottesdienste (in Kooperation mit Krippe St.Anna, der Grundschule, der Pfarrgemeinde…), christliche Feste im Jahreskreis…
Vielfältige religiöse Erfahrungen im Alltag finden in unserer Einrichtung alters- und entwicklungsentsprechend statt. Hierbei steht das Kind mit seinen persönlichen Erfahrungen und Möglichkeiten im Vordergrund.
Aus christlicher Überzeugung heißen wir jeden Menschen mit seinen eigenen Einstellungen, mit seinen Fragen, Sicherheiten und Unsicherheiten willkommen. Dies gilt insbesondere auch für die unterschiedlichen Haltungen in religiösen Fragen. Religionssensibel zu sein, bedeutet für uns: Jedem Menschen wohlwollend zu begegnen und nicht zum Ziel zu haben, ihn überzeugen zu wollen.
Die Vermittlung des christlichen Glaubens zeigt sich vor allem in unserer Haltung mit der wir den Kindern begegnen: Jedes Kind wird in seiner Individualität und Lebensgeschichte herzlich aufgenommen. In der Gemeinschaft werden Mitgefühl und Werte gelebt.
Religion ist Bestandteil der Lebenswelt von Kindern. Wir leben Religion einerseits im täglichen Umgang, andererseits bieten wir verschiedenste Möglichkeiten, um mit Kindern und Eltern zu religiösen Themen ins Gespräch zu kommen. Natürlich sind die Angebote dem Alter entsprechend angepasst.
 
 

Mit der Bibel Gott und die Welt erfahren…

… biblische Geschichten werden mit dem Alltagsleben der Kinder verknüpft. Eglifiguren und die sinnesorientierte Pädagogik nach Franz Kett unterstützen uns dabei.
 

Mit den Kindern die Kirche entdecken…

… nicht nur zu Gottesdiensten besuchen wir die Kirche. Der Kirchenraum wird erforscht und somit die Symbole und Gegenstände kennengelernt.
 

Der christliche Jahreskreis begleitet uns…

… kirchliche Feste sind Höhepunkte im Kirchenjahr. Auch auf den ersten Blick nicht-religiöse Feste wie Geburtstag und Abschied bieten Ansatzpunkte für religionssensible Erziehung.

Rituale begleiten uns durch den Alltag…

… Rituale geben Sicherheit, schaffen Vertrauen und bieten Orientierung. Jedes Kind wird wahrgenommen und begrüßt. Auch Gebete und religiöse Lieder sind fester Bestandteil unseres Alltags.
Wir sind vom Mehrwert der religiösen Erziehung für ein gelungenes und glückliches Leben überzeugt. Unser Beitrag bei der Hinführung der Kinder zur christlichen Glaubenswelt ist kein zusätzliches, sondern ein alles durchdringendes Element unserer Arbeit. Wir pädagogischen Fachkräfte verstehen uns dabei als Glaubensvorbilder, die sich gemeinsam suchend und fragend mit den Kindern nach Gott ausstrecken.

Das bedeutet für unsere Arbeit:

  • Wir setzen uns aktiv mit unserem eigenen Glauben und unserer Glaubensbiografie auseinander.
  • Wir bezeugen die Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes, indem wir jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen annehmen und wertschätzen.
  • Wir pflegen die katholischen Bräuche im Kirchenjahr und feiern Gottesdienste.
  • Wir vermitteln unseren Kindern biblische Geschichten und Heiligenlegenden.
  • Wir beten mit unseren Kindern und bringen dabei unseren Alltag und unser persönliches Leben mit Gott ins Gespräch.